SCHLOSS und GÄRTEN von FREYR an der MAAS
Umgebung
Das gesamte Anwesen (Schloss und Gärten) gehört dem
geschützten Kulturgut
Walloniens (Belgien) an.
Es befindet sich am Rande der Maas gegenüber einiger Kletterfelsen (Bergsteigerparadies)
mit Blick auf den Fluss, umgeben von wilder, unberührter Natur.
Seit dem 14. Jahrhundert haben
20 aufeinanderfolgende Generationen
hier ein stimmungsvolles Werk geschaffen.
Nach der Zerstörung des mittelalterlichen Schlosses (im Jahre 1554),
wurde ein
Renaissance Landhaus
errichtet ,
das im frühen 17. Jahrhundert zu einem vierflügeligen Gebaüde mit einem Innenhof ausgebaut wurde.
Zwei entlang des Ufers befindliche Gärten säumten das Schloss.
In der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde das Schloss umgebaut und
seiner neuen Funktion als
herzogliche Sommerresidenz
des Geschlechtes Beaufort-Spontin zugeführt.
Dieser Gebäudekomplex, welcher von drei Frauen an ihre Ehemänner weitergegeben wurde,
ist noch heute bewohnt und befindet sich nunmehr im Besitz einer Stiftung.
Das Schloss
Das mit raffinierten, vielfältigen Verzierungen versehene Schloss wurde von
königlichen Gästen
Louis XIV, Stanislas Leszczynski, Maria-Christina von Österreich und Naru Hito besucht.
Als wichtigstes geschichtliges Ereignis gilt die Unterzeichnung des
Abkommens von Freÿr,
welches gleichzeitig den Kaffee in Belgien erstmals bekannt machte und einführte.
Im Inneren
entdeckt man unter anderem den Speisesaal,
in dessen Mitte sich ein eindrucksvoller Renaissance-Kamin befindet,
sowie eine wundervolle Kinderkutsche aus dem 18. Jahrhundert,
die anlässlich der Weltaustellung 1889 in Paris den ersten Preis gewann,
weiters zwei Vorhallen, von denen eine an einen italienischen Palazzo erinnert.
Wände und Decken sind jeweils verziert mit Gemälden von Snyders (Anfang 17. Jh),
auf dem Jagdszenen dargestellt werden, sowie mit Rokoko Deckenfresken.
Entdecken Sie ausserdem einige klassisch gehaltene Salons, Schlafzimmer und eine Rokoko Kapelle,
die Frieden und Freude ausstrahlt.
Die Gärten
Mit der Neugestaltung der Gärten im
klassischen Stil
, die von Domherr Wilhelm von Beaufort-Spontin
zur Meditation
genutzt wurden, wurde im Jahre 1760 begonnen.
Lassen Sie sich von der angenehmen Atmosphäre verführen und
legen Sie sich auf eine der zahlreichen Wiesen im Schatten von Lindenbäumen
und geniessen Sie das friedvolle Plätschern der Springbrunnen.
Atmen Sie das wohlriechende Parfum der fast
350 Jahre
alten
Orangenbäume
ein,
die zum grössten Teil vom Hofe der Lothringen stammen.
Im Winter finden diese Bäume Unterschlupf in den ältesten
Orangerien
der Niederlande.
Im Jahre 1770 begann Philip, der jüngste Bruder Wilhelms,
mit der Erweiterung der Gärten
durch die Schaffung einer zweiten Querachse mit Ausrichtung zur Mass.
Auf der Spitze der bis zum Friedrichsaal terassenförmig ansteigenden Gärten
schuf er ein "
Belvedere
", ein Rokoko Meisterwerk, dessen Interieur mit Stuckarbeiten der Gebrüder
Moretti verziert ist.
Diese zweite Achse offenbart sich dem Besucher als Garten im "Le Nôtre" Stil
und wird umgeben von einem ausgedehnten
Labyrinth
(Ende 18. Jh),
das von einer
6 km
langen Buchenhecke gebildet wird.
Zitate von Besuchern
Der Ort strömt eine Aura der Unendlichkeit aus:
ein Gebäude ausserhalb von Raum und Zeit,
das Nüchternheit und Einfachheit ausstrahlt und die Anziehungskraft einer Frau besitzt.
Ein Geisterschiff, das am Ufer des Flusses vor Anker gegangen ist.
Wie ein Schloss an der Loire.
Das französischste der belgischen Schlösser und Gärten.
Ein harmonievolles Ganzes, das Einflüsse aus
Frankreich, Italien, den niederländischsprachigen Ländern und Mitteleuropa
in sich vereint.
Ein Garten, der Ruhe und tiefen Frieden ausströmt
und zu Bewunderung und Meditation einlädt.
Wie Beloeil den Glanz und die Grösse eines Symphonieorchesters ausstrahlt,
so besitzt Freÿr den Charme und die Intimität eines Kammerorchesters.