Kasteel en Tuinen van Freÿr / Maas (België)
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Die Maas
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Ein unbekannter Fluß, außer vielleicht für den Geburtsort von Jeanne d'Arc in Domrémy.
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Nicht die liebliche Loire, nicht der gewaltige Rhein.
Weder eindrucksvolle Burgen und Schlösser, wie z.B. die von Anjou und Touraine,
noch die lange Kette der rheinischen Kathedralen.
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Und dennoch, kein anderer europäischer Fluß außer der Donau offenbart eine solche Vielfalt.
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Nahe Nancy, entdeckt man wundervolle Herrschaftssitze, die den Renaissancestil der Loire
und den klassischen Stil der Isle de France kopieren, aber in einer einfachen Weise.
Das Herzogtum von Lothringen war weniger wohlhabend als das französische Königreich.
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Dann wendet sie sanft nach Norden auf mehr als 300 km in eine üppige, bukolische Landschaft,
Wiesen und Felder, wobei zwei bewaldete Ufer das Tal abschließen.
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Keine menschlichen Spuren mehr außer in Verdun, wo viele Gräber an den törichten Hochmut der Menschen errinern.
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Dann an das Tor der Ardennen gelangt die Maas,
wo sie sich einen Weg suchen muß durch dieses unwirtliche Plateau.
Burgen, Zitadellen und mittelalterliche Ruinen zeugen von vielen Grenzkriegen.
Keine Lustschlößer, hier wurde zuviel gekämpft und der Boden ist arm.
Trotzdem eine Ausnahme von der Regel, ein Sitz, den ein Herzog in Charleville geschaffen hat.
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Von den Ardennen herauskommend betritt die Maas das einst stolze Fürstentum von Lüttich
vom Süden in Givet (F) bis zum Norden in Venlo (NL).
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Eine eigenwillige Architektur: Steine im Mittelalter, dann später Ziegel umgeben von Steinen,
nüchterne Bauten an der Grenze des Fürstentums wie in Freÿr (Namur) oder Hoensbroek (Holländisch Limburg),
die immer reicher werden je näher man an die Hauptstadt kommt:
Hex (Belgisch Limburg) oder der bischöfliche Palast (Lüttich).
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Wird die Maas weiter nach Norden und in die Rhein fließen? Nein, sie ist zu unabhängig.
Sie macht einen scharfen Knick zur See, während sie das Herzogtum von Gelder streift
und einen Hauch vom Rhein aufnimmt.
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Und wierderum Festungen, aber dieses Mal umgeben von Wasser.
Sloten (Verschlüße) wie sie in der Sprache von Vondel heißen: Ammersoyen und Loevenstein.
Die letztere in Verbindung mit einem Seitarm des Rheins,
der dann durch das Delta zwischen den Grafschaften Zeeland und Holland fließt.
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Und dort erwartet uns eine neue Architektur.
Ein Baustil, änhlich wie der in Flandern, aber emanzipiert,
infolge des Reichtums der Republik der Niederlande, und mit einer klaren britischen Note,
als Landeskinder für zwei Generationen an den Thron des Vereinigten Königreiches zogen.
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Vier Länder entlang dieses Stroms. In der Tat, das Wasser von Aachen endet in der Maas,
sowie das von Düren auf dem halben Weg zwischen Aachen und Köln,
das via der Rur (D) in die Maas bei Roermond fließt (NL Mündung der Roer),
wie die Maas ihren Namen ändert und zwar von Meuse in Maas.
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Keine herausragenden Gebaüde, außer der Kuppel der Kirche Karls des Großes in Aachen
und die während der französichen Revolution zerstörte Kathedrale des Heiligen Lambert in Lüttich,
die ebenbürtig neben den von Reims, Canterbury und Köln stand.
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Ein Fluß, der während des Mittelalters Völker verbunden hat am Rückgrad Europas, Lothringen,
diese aber vom Wahnsinn des Nationalismus gegeneinander aufgehetzt wurden
von der Renaissance bis ins 20. Jahrhundert.